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Werder und Sportplatz

 

werder-startStichwort Werder
Als Werder in Vlotho wird das heutige Areal genannt, das sich vom Ausgang des Hafens bis zum Bahnstellwerk erstreckt. Aber so war es nicht immer, denn der Werder weist auf zwei Inseln hin. Diese waren aber früher nicht vorhanden, sondern sind dadurch entstanden, dass sich die Weser hier selbst ein neues Bett geschaffen hat.

Der Name "Werder" bedeutet "Flussinsel" oder "erhöhtes, wasserfreies Land zwischen Sümpfen". Der Begriff stammt aus dem Plattdeutschen und Mittelniederdeutschen und bezeichnete ursprünglich eine Flussinsel oder ein solches Landstück. Ein bekanntes Beispiel: „Werder Bremen“.

In Akten von 1581, die heute im Staatsarchiv Münster liegen, befinden sich zwei Karten, die den heute landfesten Werder und eine größere und kleinere Insel zeigen.

Durch die Inseln geteilt, entstanden zwei Weserarme. Der eine verlief am Bahndamm, der andere entlang zur Ufflener Seite. Diese wurden damals „die Alte und Neue Weser“ genannt. Darüber, welcher Teil alt oder neu war, herrschte Unstimmigkeit und es wurde in den Akten aus jener Zeit (1581) nie geklärt.

 

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Eine Zeichnung, die Dr. Karl Grossmann in seinem Buch „Geschichte der Stadt Vlotho“ verwendete. Sie zeigt die Weserinseln 1581. Sein Standpunkt für diese Zeichnung waren die Höhen von Uffeln. Die Stadtzeichnung mit Kirche ist falsch, denn sie liegt auf der falschen Seite des Forellenbaches. Leider sind die eingefügten Inseln etwas mit Sträuchern und Büschen verdeckt und der untere Zeichnungsrand ist wie abgeschnitten. Die farbige Markierung wurde bei der Erstellung dieses Berichtes eingefügt.

Auf einer Karte von Le Coq vom Jahre 1805 erscheinen sie als eine zusammenhängende Insel. Letztlich wurden die Inseln nach und nach zum Festland und der Bau der Eisenbahnlinie 1873-1875 hat einen Teil verschwinden lassen. Übriggeblieben sind nur die sogenannten „Kuhlen" am unteren Ende des Werders, die bei ansteigendem Wasser zuerst überschwemmt werden.   Texte: 2026       Zum Weiterlesen, kleines Foto anklicken.