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Film, Fernsehen und Rundfunk meldeten sich bei Herbert Malsbender.
Bereits 1948 spielte er im Streifen „Affäre Blum“ mit, den die DEFA
drehte. Hans Christian Blech hieß der Hauptdarsteller. Gedreht wurde in
Babelsberg, wo einst die UFA zuhause war (die später in Vlotho und im
Schloss Varenholz von 1945 bis 1951 eine neue Heimat fand.) Herbert
Malsbender spielte auch in der beliebten Fernsehserie „Fernsehgericht“
mit. Einmal sogar mit Ruth-Maria Kubitscheck. Im Rundfunk stand er in
Hörspielen zusammen mit Harald Juhnke und Klaus Kinski vor den
Mikrophonen. Seine letzte Rolle im Fernsehen hatte er im Stück „Smog“
von Wolfgang Menge. Dort spielte er einen Polizei-Einsatzleiter. Als
Diener unterwegs war er mit Wolfgang Völz mit dem Stück „Jean.“ In dem
berühmten Jürgen-Roland-Film „Polizeirevier Davidswache“ war Herbert
Malsbender 1964 auch dabei. Es war der einzige Streifen, in dem die drei
Brüder Günter und Horst-Michael Neutze sowie Hanns Lothar zusammen
spielten.
Die Lieblingsrolle des Herbert Malsbender war der Marquis Posa im „Don
Carlos“. Er hat auch in den damals so genannten „Kulturfilmen“
mitgewirkt: „Dressur der Adler in St. Johann“ hieß einer, und ein
anderer: „Fridolin und die Tiere“ (Malsbender spielte einen Zoodirektor,
gedreht wurde im Tierpark in Hannover). Schließlich gab es auch noch
einen Streifen über die Erziehung eines Jagdhundes in der Heide. Mit
dabei war der damals noch sehr junge Siemen Rühaak.
Herbert Malsbender hat auch selbst viel gedichtet. Sogar einen Filmstoff
hämmerte er damals in die Schreibmaschine. Ein Gedicht von ihm, sehr
humorvoll, soll deshalb diesen Bericht beschließen:
Die Neun ist eine blöde Zahl,
die mir bereitet große Qual.
Man drückt sich um die Null herum
und hält den Käufer so für dumm.
Statt 9 Mark 99 wieder zehn,
das wäre aufrichtig und schön.
Foto: Hans-Ulrich Krause - 1995
Text: Hans-Ulrich
Krause - 2021, Varenholz
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