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Fortsetzung:
Die
Konzession:
Die durch
den Amtmann schließlich erteilte Konzession hatte folgenden Wortlaut:
„Vlotho, den 8. Juni 1848. Heute wurde dem Johann Hermann Sonntag die
Concession zum Betriebe der Gast- und Schenkwirthschaft in dem unter Nr.
21 litt c des Katasters der Bauerschaft Wehrendorf aufgeführten Hause in
Urschrift ausgehändigt mit dem Bemerken, daß er beim Abzuge aus diesem
Hause eine anderweitige Concession nachzusuchen habe. v. g. u. J. H
Sonntag a. u. s. Der Amtmann: Poelmahn".
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Die nun in
Wehrendorf etablierte Gast- und Schankwirtschaft „Sonntagskrug", die
ihren Namen dem Pächter und späteren Eigentümer Sonntag verdankte, war
gewiss „dem Bedürfnis" angemessen. Es war für „Mensch und Tier, die
vorüberzogen, eine dankenswerte Haltestelle. Die Menschen labten sich in
der Wirtschaft konnten da, auch übernachten und ihre Pferde ausspannen
und an Ort und Stelle aufstallen".
Im Jahre 1900 wurde der “Sonntagskrug"
infolge eines Brandes total zerstört. |
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Eine alte Aufnahme um 1950.
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Der
Verlust wurde jedoch durch einen vergleichsweise großzügigen und -räumigen
Neubau mehr als ausgeglichen. Größere, modernere Schank- und
Gasträume, zahlreichere Fremdenzimmer, eine angegliederte Bäckerei und
ein schattiger Kaffeegarten verschafften dem Haus einen glanzvollen
Neuanfang.
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Nach dem
Tod von Johann Hermann Sonntag übernahm nach dem Ersten Weltkrieg seine
Tochter Ella den „Sonntagskrug". Diese resolute Frau mit einem
ausgeprägten Sinn für gastfreundliches Verhalten, die den Lehrer Kalisch
heiratete, gewann immer neue Gäste. An Sonntagen, wenn Vlothoer
Einwohner mit der Kleinbahn bis nach der Haltestelle
Hollwiesen-Wehrendorf dampften, hatten sie nur das eine Ziel, „Ellas
Krug" aufzusuchen. Schließlich war diese geschäftlich beflissene Frau
mit Erfolg daran interessiert, dass unter ihrem Dach auch eine
Posthilfsstelle |
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Der Sonntagskrug um 1917.
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eingerichtet wurde.
Ein Postler
verwaltete sie täglich für drei Stunden, bevor er sich auf den Patt machte
und seiner Hauptaufgabe, der Postzustellung, nachkam.
Als Elli
Kalisch, die ihre lieb gewordene Beschäftigung infolge Alters aufgeben
musste, verkaufte sie ihr Eigentum an das Ehepaar Diekmann. Deren
Nachfolgeschaft traten dann nacheinander die verwandschaftlich
verbundenen Familien Horst Twelsiek und Friedrich Wächter an. Letzter
Inhaber ab 1986 war Bruno Quade. 1981wurde
das Kapitel „Sonntagskrug" abgeschlossen. Heute (2009) wird das Haus
vom "Casanova" Sauna Club genutzt.
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