Dies ist das älteste noch erhaltene Foto vom Hof Hermsmeier/Prött Valdorf Nr. 2 und wurde 1913 aufgenommen. Es zeigt rechts die beiden ältesten Gebäude, als der Hof schon den Namen Prött trug.  Als Wirtschaftsgebäude präsentieren sich hier in voller Größe: Zunächst das große Fachwerkhaus mit dem Deelentor, welches 1834 erbaut wurde. Gleichzeitig war es das Wohnhaus der damaligen Besitzer Ernst und Anna Prött geb. Hermsmeier. Der Gebäudeteil aus Horststeinen war 1907 angebaut worden und diente als Kuh- und Schweinestall.

Es fehlt noch das große weiße Wohnhaus, welches später errichtet wurde.

Für alle heutigen Valdorfer Bürger ist die Straße und dessen Verlauf interessant. Abgebildet ist am linken Rand die heutige Salzuflener Straße und weiter rechts verläuft die heutige Bäderstraße. Beide Straßen waren damals noch bessere Schotterwege.

 

 

 

 

 

 

 

Ernst Prött 

 

*13.02.1875  

gef. †16.04.1917

 

 Anna Prött

geb. Hermsmeier

*08.09.1877

†17.04.1954

 

Martin Prött 

 

*13.03.1907  

†20.08.1969

 

Helene Prött

geb. Henrichsmeier

*15.08.1910

†04.06.2002

 

 

 

 

Fortsetzung:

 

Folgende Besitzer lebten und leben seit 1900 auf diesem Hof:

Ernst Prött mit Anna Prött, geb. Hermsmeier

Martin Prött mit Helene Prött, geb. Henrichsmeier

Johann Martin (gen. Hans-Martin) Prött mit Elisabeth Prött, geb. Böke

Von den Gebäuden, die ab 1828 errichtet wurden, sind die meisten noch vorhanden. Das älteste ist das kleine Wohnhaus an der Ostseite des Hofes,

welches 1828 errichtet wurde. Das im gleichen Jahr gebaute Hof- und Werkstatthaus wurde 1973 abgerissen. Das größte Hofgebäude war ein Fachwerkhaus, welches 1834 erbaut und Anfang der 1980er Jahre der Hofvergrößerung weichen musste. Der große Gebäudetrakt, in dem die Kühe und Schweine untergebracht waren, entstand 1907. Eine große Scheune wurde 1914 an einer Stelle errichtet, wo zuvor eine kleine stand. 1921 wurde ein Teil des Fachwerkhauses umgebaut. Es entstand ein neuer Pferdestall mit einer darüber liegenden Wohnung. Die Wagenremise ist das zuletzt entstandene Wirtschaftsgebäude, das 1938 an die Scheune angebaut wurde.  Ferner gehört zum Hof Prött noch das Haus an der Salzuflener Straße Nr. 75, welches um 1830 aus Horststeinen erbaut wurde. Ein weiteres Haus war das Horststeinhaus Valdorf-West Nr. 12. Dieses Haus ist im August 1969 abgebrannt. Heute steht auf dessen Gelände ein Teil des Simeosstiftes. Zu guter Letzt ließen 1939/40 Martin Prött und seine Ehegattin

 

 

Unterhalb der Kirche stand

das Haus, Valdorf-West Nr. 12. In dem zuletzt die Familien Menke und Schölzel wohnten.

 

Helene das große weiße Wohnhaus zur Straßenseite errichten. Dieses wird heute von ihrem Sohn Hans-Martin und dessen Ehefrau  Elisabeth bewohnt,

 

 

die er 1992 heiratete und die vom Bonneberg stammt. Sein Bruder Wilhelm, der ein Jahr älter war, verließ nach seinem Abitur Valdorf und war später als Diplom Ingenjeur in Braunschweig tätig. Wilhelm verstarb plötzlich und unerwartet am 17.April 2004.

Aus dem ehemaligen üblichen Bauernhof mit Pferden, Kühen, Hühnern u.s.w. ist inzwischen ein moderner Schweinemastbetrieb geworden. Nur durch die modernisierte Landwirtschaft

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Johann Martin

Prött

*28.07.1942

†04.08.2022

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Elisabeth Prött

geb. Böke

geb. 1956

können Höfe heute noch rentabel betrieben werden. Neben der Schweinezucht und dem Hofhund sind keine weiteren Tiere vorhanden.   Stand: Aug. 2022

 

 

 

Die nächste vier Fotos geben die Idylle des damaligen Bauernhofes wieder, doch diese Zeiten sind längst vorbei.

 

 

Diese Aufnahme zeigt die Westansicht des Hofes nach 1927. Das einstige Fachwerkhaus ist hier schon umgebaut. Auf dem Holzschild neben der Straße steht: "Nach Bad-Seebruch 1 km".

 

 

Für Einkaufsfahrten und Arztbesuche stand ein Kutschwagen zur Verfügung. An den Zügeln Onkel Wilhelm Prött, geb. 1863, daneben Anna Prött, geb. Hermsmeier. Foto: 1930er Jahre.

 

Dieses Foto entstand kurz nach 1930, als der Hof kurzzeitig verwaltet wurde. Mit auf dem Foto ist der damalige Verwalter Sturhan mit Pferden. Der Hofbelag war noch eine festgefahrene Schotterdecke.

 

Auf dem Hof Prött gab es nur Freiland-Haltung für Hühner, Schweine und Kühe. Der Begriff "Legehennenbetrieb" war damals noch ein Fremdwort. Foto: 1940er Jahre.

 

 

 

Die unteren Bilder zeigen die renovierten Gebäuden des Hofes aus der heutigen Zeit.

 

 

Ein gelungenes Werk des Valdorfer Künstler Heinrich Hasper ziert heute die Wohnung der Familie Prött. Gemälde: 1995.

 

 

Heute ist der ganze Hof samt Einfahrt mit Verbundsteinpflaster verlegt. Wo einst Pferde und Kühe und Leiterwagen bewegt wurden, ist nur eine freie Fläche geblieben. Foto: 2013.

 

 

 

Allen Valdorfern ist das große Wohngebäude der Familie Prött bekannt. Dieses Haus wurde zuletzt in den Jahren 1939/40 von den damaligen Besitzern Martin und Helene Prött erbaut. Foto: 7. Mai 2011.