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 Vlothoer

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Bäche

 

Diese Seite soll ältere Bürger dieser Stadt an ihre Jugendzeit erinnern und für die jüngeren einen kleinen Blick in die Geschichte der Stadt Vlotho ermöglichen.

karte-baeche60Stichwort Die Vlothoer Bäche - Linnenbeeke / Forellenbach / Maasbeeke / Güstebach

Die Linnenbeeke entspringt am Nordabhang des Bonstapels. Früher auch als Leinenbach bezeichnet (nur im Volksmund) erinnert daran, dass noch vor hundert Jahren in unserer Heimat sehr viel Leinenindustrie betrieben und manches Stück Leinen auf den Wiesen an ihren Ufern der Linnenbeeke gebleicht wurde. Die Quelle liegt auf einer Verwerfungslinie, einer Bruchspalte, die ziemlich tief ins Innere der Gesteinsschichten reicht. Daraus erklärt sich ihr Wasserreichtum, der selbst in heißen Sommern nicht merklich nachlässt.

Der Lauf der Linnenbeke (mit Forellenbach) ist 9 km lang, während Quelle und Mündung nur 6,5 km (Luftentfernung) voneinander entfernt sind. Die Quelle liegt ungefähr 240 m, die Mündung 44 m über NN; der Höhenunterschied ist also fast 200 m. Daraus ergibt sich ein ungemein starkes Gefälle von 1:45; auf der Strecke von Bad Seebruch bis zur Mündung beträgt es noch 1:60, ist also 50 mal so stark wie die Neigung des Weserbettes von Vlotho bis Minden. Trotz der geringen Wassermenge kann der Bach darum sehr viel Wasserkraft liefern und in vergangenen Zeiten zahlreiche Mühlen treiben.

Ab der Horst (etwa Höhe Bäckerstraße/ ehemalige Plattenmühle) trägt der Bach den Namen Forellenbach  und mündet in der Nähe des Werders in die Weser. Auf der Horst nimmt die Linnenbeeke die Maasbeeke auf, die sich in Höhe des Krugweges bildet. Diese hieß ursprünglich Alesbike oder Alsbeke und bildet die Grenze zwischen Vlotho und Valdorf. Ein weiterer Bach ist der Güstebach. Er kommt vom Reinertsberg, durchfließt Akemeiers Teich und mündet dann auf der Horst in den Forellenbach.

 

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salze

Hier unterquert die Salze die Wittekindstraße.

Stichwort Salze - Wo entspringt die Salze?
Das Stadtgebiet von Vlotho wird unmittelbar nach der Weser hin durch den Forellenbach und den bei der Horst mündenden Güstebach entwässert. Durch das Gebiet von Solterwisch und Exter fließt die Salze, die nicht nur Solterwisch (=Salzewiesen), dem Solterberg und Salzuflen den Namen gegeben hat, sondern auch einer ehemaligen Siedlung, die ähnlich wie Vlotowe (= Aue an der Vlote) Soltowe hieß. Unterhalb von Salzuflen mündet die Salze in die Bega, die dann nach etwa 500 m die Werre erreicht.
Aber wo entspringt die Salze? Leider liefert ihre Quelle nicht so viel Wasser wie die „Siebenquellen“ der Linnenbeeke am Fuße des Bonstapels, die schon nach 50 m die erste Mühle antreiben konnte. Die Wasserführung der Salze ist in ihrem Oberlaufe so gering, dass sogar die Vermessungsbeamten sich schwer taten die Quelle eindeutig zu bestimmen.
Zum Weiterlesen, Bild anklicken

 

Stichwort Die Glimke (der Glimkebach)

Das Gewässer entspringt nordöstlich von Wüsten und sammelt sich unterhalb des Bobergs. Danach durchfließt der Bach den lippische Ortsteil Glimke und bildet für einige hundert Meter die Grenze zwischen Bad Salzuflen und Vlotho (Ortsteil Exter), bevor sie dann in Exter in die Salze mündet (siehe Karte, oben).

 

baeche-namenlos-holl16Stichwort Namenlose Bäche im Bereich Vlotho

Außer den vier größeren Bächen im Vlothoer Gebiet sind noch einige kleine namenlose Bäche zu finden. Als erstes sei ein Bach erwähnt, der seinen Ursprung auf dem Hof von Reinhard Bonnemeyer an der Herforder Straße Nr. 260 hat. Dort befindet sich eine Quelle direkt unter dem Teich. Diese Quelle ist zuletzt in den 1930er Jahren bei der Reinigung des Teiches gesichtet worden. Das Überlaufwasser dieses Teiches bildet einen Bach, der in jeder Jahreszeit Wasser führt. Nach Verlassen des Teiches fließt der Bach zunächst zum Nachbarhof  Lenger, wo er dessen Teich speist. Danach führt sein Lauf an die Hollwieser Straße, um nach etwa 120 Metern in den Güstebach zu münden. Stand: September 2010.

Ein weiterer Kleinbach bzw. Rinnsal* ist ein Bach, der sich in der Nähe von Beerenkämpen  bildet und sich nahe dem Friedhof Wehrendorf   der „alten Salzuflener Straße“ nähert. Nach Unterquerung der Straße fließt er nach einigen hundert Metern in den Güstebach. Der Wasserfluß ist ab der Salzuflener Straße ganzjährig.

 

*Die Begriffe Rinnsal und Graben können Fließgewässer (bzw. deren Abschnitte) bezeichnen, müssen dies aber nicht, da ein Rinnsal nicht zwingend ein Gewässer bezeichnet und ein Wassergraben auch nicht-fließendes Wasser enthalten kann.

 

forellenb-ausbau-60Stichwort Ausbau Forellenbach

Für den Ausbau der Entlastungsstraße L778, die von Exter bis zur Autobahnanschlussstelle in Vennebeck reicht, waren zuvor umfangreiche Arbeiten am Bachverlauf des Forellenbaches erforderlich. An mehreren Stellen zwischen der Meyra-Brücke und der Einmündung in die Weser erfolgte eine Verlegung des Bachbettes des Forellenbaches, der auch Mühlenbach genannt wird. Ferner mussten die Bachufer in dem gesamten Bereich ausgebaut werden. Das wurde durch Pflastersteine und Betonwände erreicht. Die Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts begannen in August 1973 in Höhe des ehemaligen Kleinbahnhofes (etwa Meyra-Brücke). Am 2. Dezember 1975 waren die Arbeiten des ersten Bauabschnittes bis an die Kreuzung Lange Straße / Valdorfer Straße abgeschlossen. Jetzt konnte mit einem Teilausbau der Entlastungsstraße begonnen werden.

Der zweite Bauabschnitt, der wesentlich umfangreicher war, begann im Januar 1976 und wurde zunächst zwischen der Valdorfer Straße und der Weserstraße und dann weiter Richtung Weser ausgeführt. Abgeschossen wurde der Ausbau des Forellenbaches im Dezember 1977.

 

unwetterStichwort Unwetter in Vlotho und Valdorf 1931

Gegen 20:30 Uhr am 7. Mai 1931 bezog sich der Horizont tiefschwarz. Durch die schweren Gewitterwolken zuckte unaufhörlich Blitz auf Blitz. Als ob alle Schleusen des Himmels sich geöffnet hätten, kam ein Regen hernieder, der die Straßen wie in einem dicken Qualm verhüllt erscheinen ließ. Anhaltend wechselten Regen und Hagelschlag miteinander ab, wobei die Hagelkörner in Haselnussgröße fielen. Von den Schlammmassen, die neben gewaltigen Wassermassen den Mutterboden von Gärten und Feldern mit sich führten, hatten sich die Kanäle in den Straßen im Nu verstopft.      Zum Weiterlesen, Bild anklicken.       Bericht

 

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