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Königl. Preuß. Staatseisenbahn - Reichsbahn - Bundesbahn - Deutsche Bahn

 

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Dampflok in der Nähe des Vlothoer Stellwerks. Foto: 2010.

 

bahnhofStichwort Vlothoer Bahnhof und Bahnstrecke

Die Bauarbeiten der Vlothoer Bahnstrecke wurden 1872 begonnen. Drei Jahre später (1875) war das Vlothoer Teilstück fertig gestellt und die Verbindung zwischen Löhne und Elze geschlossen. Die Bahnstrecke, die von einer Aktiengesellschaft gebaut worden ist, wurde 1880 vom preußischen Staat übernommen. Um Platz für den Bahnhof zu schaffen, mussten auf der rechten Seite der Langen Straße zwölf Häuser abgerissen werden.

Der Bau des Bahnhofs fand in den Jahren 1874/75 statt. Das Bahnhofgebäude wurde Ende der 1890er Jahre und 1909 durch Anbauten an

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bahnhof-eignerbeiden Seiten vergrößert, so wie wir es heute kennen. Der erste Zug, der durch Vlotho fuhr, war ein Güterzug am 19. Mai 1875. Der erste Personenzug mit Ehrengästen zur feierlichen Eröffnung der Strecke folgte am 30. Juni 1875. Die Bahnstrecke, die zunächst nur eingleisig war, wurde 1909 zweigleisig ausgebaut. Nachdem die Eisenbahnbrücke, die am Kuhkamp über die Weser führt, 1945 zerstört wurde, ist diese Strecke nur noch eingleisig wiederhergerichtet worden. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte der Verkehr auf dieser Strecke stark zugenommen. In beiden Richtungen fuhren an Werktagen bis zu fünfzehn Eil- bzw. Personenzüge. Hinzu kamen noch einige Güterzüge. 1972 wurden 62.000 Fahrkarten ausgegeben. 1973 wurden 30 Reisezüge, 14 Eilzüge und 20 Güterzüge am Tag gezählt. Heute wird diese Eisenbahnlinie im Wesentlichen nur noch von der Eurobahn für den Personenverkehr genutzt. Die Betreiber von 1875 bis heute sind in der Tabelle aufgeführt.

Berichte über die Baugeschichte des Bahnhofes und der Bahnstrecke finden Sie hier:

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Vlothos Bahnhof war 1964 Umsatz-Millionär

Über 1,1 Million Mark Einnahmen / 4.800 Tonnen Stückgutumschlag

Aus dem „Hauptbuch" für das Geschäftsjahr 1964 wurden folgende Umsätze entnommen:

 

Auf der Einnahmeseite ergab sich unter dem Strich die ansehnliche Summe von 1.132.000 Mark. Die Belegschaft des Bahnhofs Vlotho aus 25 Mitarbeitern, davon zehn im Betriebsdienst und Verwaltung und 15 im Verkehrsdienst.

 

Verkauft wurden im Jahre 1964 rund 95.000 Fahrausweise, einschließlich der nur einmal im Verkauf erscheinenden, aber mehrfach benutzbaren Zeitkarten. Sie ergaben einen Erlös von 316.000 Mark. Im Expressgutversand wurden 21.300 Expressgutkarten (auf eine Karte konnten bis zu zehn Stücke aufgegeben werden) und ein Gesamtgewicht von 350 Tonnen verbucht. Der Expressgutempfang erreichte eine wesentlich höhere Zahl, nämlich 27.600 Expressgutkarten, die der Auslösung dienten.

 

Im Güterverkehr (der Güterbahnhof war zu jener Zeit noch aktiv) betrug der Ein- und Ausgang der Waggons 3.600, auf den Tag umgerechnet 13 Waggons. Ein Waggon war und ist durchschnittlich zwölf Meter lang. Würde man die 3.600 Waggons zusammenkoppeln, ergäbe sich daraus als „Zug des Jahres" eine Länge von rund 420 Kilometern. Sie würde in etwa der Entfernung zwischen Braunschweig und Aachen gleichkommen. 1960 ergab der Ein- und Ausgang der Waggons 2.500, 1961 = 3.200, 1962 = 4.600, 1963 = 3.600. Im gleichen Jahr wurden 45.000 Frachtbriefe bearbeitet, mit denen ein Gesamtgewicht von 2.800 Tonnen auf die Reise geschickt wurde. Im Empfang waren es 24.000 Frachtbriefe, die ein Gesamtgewicht von 2.000 Tonnen registrierten. Im Stückgutumschlag waren das 1964 zusammen- und umgerechnet immerhin beachtliche 96 Zentner.

 

Wie sich die Zeiten ändern...

Schon seit den 1970er Jahren beklagt die Bundesbahn gravierende Umsatzrückgänge. Nachdrücklicher denn je drängt sie darauf, Strecken stillzulegen, auf denen sie hohe Defizite einfährt. Das ist auch, was ja schon länger bekannt ist, auf der Strecke Elze-Hameln-Löhne der Fall. Rückschlüsse kann man daraus ziehen, dass derzeit diese Eisenbahnlinie im Wesentlichen nur noch von der Eurobahn für den Personenverkehr genutzt wird.

Wie ernst es der Bundesbahnverwaltung in Hannover um den Abbau der Unterbilanz ist, das geht zum Beispiel daraus hervor, dass sie das Bahnhofsgebäude in Vlotho verkauft hat. Auf diese Weise entfallen der Bahn wiederkehrenden Unterhaltungskosten. Heutiger Eigentümer des Bahnhofes ist die Stadt Vlotho.

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Ein Kohlezug auf der Fahrt nach Veltheim.

 Hier am Stellwerk Vlotho. Foto:2010.

Eine Diesellok der Deutschen Bundesbahn Nr. 216 159 mit dem Eilzug

Bielefeld-Braunschweig verlässt den Vlothoer Bahnhof. Foto: 1982.

 

In Hamburg „sitzt die Zeit"

Wir wollen nicht behaupten, dass nur die Bundesbahn eine genau gehende Uhr besitzt, aber sie hat zumindest das größte und auch ein sehr präzises Uhrensystem. Um den Bahnbetrieb pünktlich durchführen zu können, müssen die Uhren der Eisenbahn auf die Minute gehen. Es geht nicht, dass der Fahrdienstleiter zum Beispiel jeden Morgen seine Uhr mit der vom Kirchturm verg

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Bahnhof Vlotho

leicht.

Jeder kennt die großen runden Uhren, nach der die Züge abfahren. Die sogenannten Mutteruhren hängen an der Leine, die nach Hamburg führt. Von dort kommt die genaue Zeit. Die Zeitzentrale der Bundesbahndirektion Hamburg ist für die Bahnuhren zuständig und sie bezieht die genaue Zeit wiederum von der Stern- und Seewarte in Hamburg.

Kurz vor acht Uhr morgens drückt ein Mann in Hamburg eine Morsetaste. Durch einen Stromstoß werden eine halbe Minute später sämtliche Bundesbahnuhren automatisch gestellt. Nun, auch technische Wunderwerke streiken einmal. Was dann? In dem Fall kann der Fahrdienstleiter zum bahneigenen Telefon greifen und aus Hamburg die genaue Zeitansage abhören und danach die Uhr stellen lassen.

Eigene Telefonleitungen

Etwa 100.000 Bahnhofsuhren gibt es in der Bundesrepublik. Sie alle hängen direkt oder indirekt an der Hamburger Zeitzentrale. Ein kleines Beispiel dafür, wie kostspielig der Apparat ist, mit dem man einen geregelten Eisenbahnbetrieb nur aufrechterhalten kann.

Neben diesem komplizierten Uhrensystem muss die Bahn auch noch ein eigenes Fernsprechnetz unterhalten. Wenn der Mann mit der roten Mütze von hier aus zum Beispiel die Hamburger Zeitzentrale erreichen möchte, braucht er keine Vermittlung. Über BASA (Bahnselbstanschluss) kann er jeden Bahnhof in der Bundesrepublik in Minutenschnelle anrufen.

 

bahnsteig-zugang1Stichwort Busbahnhof und Bahnsteigzugang

Die Bushaltestelle und der Wendeplatz am Bahnhof, besser bekannt als Vlothoer Busbahnhof, wurden umgestaltet. Die Bauarbeiten begannen im Dezember 2009 und wurden 2010 abgeschlossen. Es war der erste Bauabschnitt für eine umfangreiche Zugangsgestaltung zum Bahnsteig des Vlothoer Bahnhofes. Wie Helmut Züchner von den Stadtwerken erklärte: „Nicht nur die langgestreckten Überdachungen sorgen zusammen mit den Bänken, den Autostellplätzen und Fahrradständern für einen gesteigerten Komfort der Fahrgäste.

Im Spätsommer 2012 wurde mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen, der nach einer kurzen Bauzeit im Dezember abgeschlossen wurde. Es ging um die Schaffung eines  barrierefreien Zugangs vom Busbahnhof in den Tunnel.  Dabei habe man auf bahneigenem Gelände und am bahneigenen Tunnel gearbeitet.  Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

bahnhofvlothodrohne-startbildDiese besondere Aufname vom Bahnhof, machte im August 2017, der Uffelner Ralf Ganzelewski mit einer Drohne. Es zeigt den Bahnhof von oben. Rechts die neue Weserstraße die nach Bad Oeynhausen führt.

Bild anklicken

Vlothoer Güterbahnhof

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Der Vlothoer Güterbahnhof

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Acrylgemälde         Werner Meier 

Stichwort Der Vlothoer Güterbahnhof

Von der Erbauung bis zum Verfall

Nach dem der Vlothoer Personen-Bahnhof 1874/75 erbaut wurde, erfolgte einige Jahre später der Bau des Güterbahnhofes, der in einem Fachwerk- Klinkerstil errichtet war. Der älteste erhaltene Frachtbrief zum Güterbahnhof Vlotho belegt eine Frachtsendung über 5 Zinkbadewannen, die von den „Vereinigte Eschebach’sche Werke A.-G.“ aus Dresden an August Frohne in Hohenhausen im Jahr 1896 geliefert wurden. Der Frachtbrief ist im Besitz des Bahnbeamten im Ruhestand, Günter Graf.

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Durch das hohe Frachtgutaufkommen in den nächsten Jahrzehnten wurden die Räumlichkeiten allmählich zu klein. Es erfolgten 1923 die Anbauten des Verwaltungsteils an der Südseite, sowie die Erweiterung des Fachwerk-Lagerschuppens an der Nordseite. Im Jahr 1959 wurde der südlich gelegene massive Verwaltungsbau renoviert. Dies war zwingend notwendig, da u. a. die sanitären Anlagen veraltet waren und als Toilette wie damals üblich noch ein Plumpsklosett (ohne Spülung) zur Verfügung stand. Während dieser Zeit wurde ein Teil vom Lagerschuppen zur Verwaltung, in dem die Schreibtische dort aufgestellt wurden. Aber auch die Außenwände erhielten einen neuen Anstrich, wie der Bahnbeamte im Ruhestand, Werner Meier berichtete.       Zum Weiterlesen, den Güterbahnhof anklicken.

 

soldaten1startbildStichwort  Soldaten an die Front

Dunkle Zeiten erlebte der Vlothoer Güterbahnhof im Jahr 1940. Eine Einheit deutscher Soldaten, deren Ursprungskaserne nicht mehr bekannt ist, quartierte ab dem 12. März 1940 bis Mitte Mai 1940 in Langenholzhausen. Die Soldaten waren bei verschiedenen Bauern und Privatleuten untergebracht. Während dieser Zeit halfen sie in der Landwirtschaft aus.

Mitte Mai 1940 rückte die Einheit schließlich aus Langenholzhausen ab, um den bitteren Gang zur Front einzuleiten. Erstes Ziel war der Vlothoer Güterbahnhof, der im Marsch oder zu Pferd erreicht wurde. Hier wurden Wagen und Geschütze auf Güterwaggons verladen. Wohin diese Einheit verlegt wurde und wo später der Fronteinsatz stattfand, ist nicht mehr nachvollziehbar. Aber eins ist sicher: Für die meisten Soldaten dieser Einheit war es die letzte Reise. Denn ob einer der Soldaten je seine Heimat wiedersah, ist sehr ungewiss. Ein trauriges Kapitel der deutschen Geschichte auf dem Vlothoer Güterbahnhof.

 

schranken-schranke40Stichwort Bahnübergänge – Weserstraße

Durch den Bau der Bahnstrecke Löhne-Hameln, die im Jahr 1875 fertig gestellt wurde und dabei zweimal die Weserstraße überquert, wurden zwangsläufig die beiden Bahnübergänge auf der Weserstraße erforderlich. Es wurden zwei Schranken mit Handbetrieb installiert. Ferner entstanden am jeden Bahnübergang die sogenannten Schrankenwärterhäuschen. Zum Einen das erste gleich am Ortsausgang, kurz nach der Brauerei Volbracht des Posten Nr. 40 und das andere 400 m weiter der Posten Nr. 39. Da der Zugverkehr Tag und Nacht rollte, waren die beiden Dienststellen rund um die Uhr besetzt. Eine teuere Angelegenhalt auf Dauer.   Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

e-bruecke-2008Stichwort Vlothoer Eisenbahnbrücke

Eine Eisenbahnbrücke über die Weser zwischen Vlotho (Kuhkamp) und Uffeln war Voraussetzung für den Ausbau der Strecke Löhne - Hameln. Die Bauarbeiten der Eisenbahnbrücke begannen 1872 und ein Jahr später konnte das Richtfest gefeiert werden. Die Zeit verging ehe am 19. Mai 1875 der erste Zug (ein Güterzug) die Brücke passierte. Die Brücke war zunächst nur eingleisig gebaut, war aber in der Grundstruktur bereits für eine zweigleisige Strecke konzipiert. So konnte der Ausbau zur Zweigleisigkeit im Jahr 1909 schnell vollzogen werden. Jahrzehnte sorgten Weser und Brücke für eine romantische Zeit auch für die Schiffart. So mussten die Dampfer, die unter der Brücke entlangfuhren ihre Schornsteine kippen, um ohne Schaden eine Weiterfahrt zu ermöglichen. Es war eben eine schöne Zeit, bis die Kriegsjahre begannen. Schließlich folgte in der Zeit die Bombardierung der Brücke. Vier Angriffe galten dieser Brücke: 21. Februar, 14. März, 24. März und 28. März 1945. Eine Spur der zweigleisigen Strecke war zerstört worden, ebenso 19 Häuser in der Nähe. Bei diesen Angriffen verloren sechs Menschen ihr Leben. Seit dieser Zeit ist die Brücke nur eingleisig. Auf den Ausbau zur Zweigleisigkeit hat man wegen des rückläufigen Bahnverkehrs verzichtet.

gleisbau-damals-heute-startbild60Stichwort Gleisbau im Vlothoer Bereich

Dieses Foto einer Gleisbaurotte auf dem Vlothoer Bahnhof wurde 1890 aufgenommen. Zu dieser Zeit wurden die Gleise noch mit reiner Muskelkraft verlegt. Beim genauen Hinschauen fällt auf, dass die Menschen damals kleiner waren. Die Arbeitsbedingungen waren nicht nur beschwerlich, sondern auch gefährlich. So wurde auf Sicherheit nur begrenzt Wert gelegt.

 

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